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Würzburg- Der Weltklimarat zeichnet düstere Prognosen für die kommenden Jahrzehnte: Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme, Dürren und daraus resultierende Hungersnöte bedrohten weite Teile der Erde. Der globalen Erderwärmung könne kaum noch Einhalt geboten werden. Was ist zu …

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Clever.gespart!-Kolumne: Sparmöglichkeiten im Bildungsbereich

Verfasser: am 8. Juni 2010 – 14:46:425 Kommentare

Geld ist nicht alles!

Die Clever.gespart!-Kolumne ist nach der natürlich.kolumne! die zweite Kolumne von Frei.gesagt!. Ziel soll es sein, Otto Normalbürger Möglichkeiten aufzuzeigen, wo der Staat über seine Verhältnisse lebt und wo in Zeiten von Finanz- und Schuldenkrise gespart werden kann, ohne das das Volk Einschnitte hinnehmen muss.

Am gestrigen Tag (7. Juni 2010) wurde ein 80 Mrd. Euro Sparpaket von Union und FDP bekannt gegeben. Diese riesige Summe soll bis 2014 eingespart werden. Doch ist das Sparpaket wirklich so, wie die Regierungskoalition uns mitteilt. Nachfolgend wollen wir in einer Kolumne Möglichkeiten aufzeigen, wo mehr Sparpotential steckt, also in den genannten Bereichen.

Wir sind nicht erst seit der Pleite der Lehman Brothers-Bank in einer Schuldenkrise. Oder seit dem Griechenland-Fiasko. Sondern schon viel länger. Aktuell betragen die Staatsschulden etwa 1.700.000.000.000 Euro. Also ca. ¾ des Bruttoinlandsprodukt. Die Schulden steigen pro Sekunde um mehr als 4.000 Euro. Im September 2008 lag die Verschuldung pro Sekunde bei „nur“ etwa 400 Euro. Jeden Tag kommen also 345.600.000 Euro zu den vorhandenen Schulden dazu. Nächstes Jahr gehen vom Bundesetat (der etwa 320.000.000.000 Euro beträgt) 50 Mrd. Euro nur für die Rückzahlung von Zinsen drauf. Dies ist mehr als der Bildungsetat.

Im Bildungsbereich gibt es viele Möglichkeiten zu sparen. Dabei muss man jedoch nicht bei den Schülern sparen, sondern man kann in der Verwaltung sparen. Aktuell haben wir 16 Kultus- und Bildungsministerien auf Länderebene sowie eines auf Bundesebene. Das macht 17 Ministerien für die eigentlich gleiche Kernaufgabe. Dort besteht eine riesige Möglichkeit, Strukturen effizienter zu gestalten.

Zum Beispiel ist es unsinnig, die Schulaufsichtsbehörde 16 verschiedenen Bildungsministerien zu unterstellen. Durch die jeweiligen Unterschiede in den Schulsystemen der Länder gibt es auch bei der Schulaufsicht mindestens 16 verschiedene Vorgehensweisen. Dadurch entsteht sinnloser Weise Bürokratie. Aber nicht nur bei der Schulaufsicht sind effizientere Strukturen möglich.

Bei der Lehrplanerstellung gibt es zur Zeit in jedem Bundesland eigene Kommissionen bzw. Arbeitskreise/gruppen, die sich mit den Lehrinhalten befassen. Unser Vorschlag ist, dass man, auch wenn die Förderalismusreform den Ländern noch mehr Eigenständigkeit im Bereich Bildung gegeben hat, dass eine Kommission mit Vertretern aus den Bildungsministerien sowie der Lehrer gebildet wird und den Lehrplan für alle Bundesländer ausarbeiten. Ein weiterer Vorteil dadurch wäre, dass die Lehrpläne angeglichen werden können und so die Unterschiede zwischen den Ländern geringer werden.

Es könnte auch überlegt werden, die Bildung zur Sache des Bundes zu machen. Damit könnte man sich die Kultusministerien sparen, die teilweise einen gigantischen Bürokratie- und Beamtenapparat haben. Milliarden könnten so gespart werden.

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5 Kommentare »

  • Bademeister sagt:

    Unsere “Herren” Politiker scheinen sich einen Dreck um die Zukunft unseres Landes zu scheren, sonst würden sie endlich Anfangen eine nachhaltige Politik zu machen.

    So langsam glaube ich unsere Politiker denken sie seine in einem Kasperletheater und wir die “Stimmviecher” sind die dreijährigen Zuschauer!

    Auf Deutsch gesagt, es KOTZT mich langsam an was einem da alles zugemutet wird!

    Ludwig der XVI dache das auch :) ))
    Dieser wurde verurteilt wegen:

    „Verschwörung gegen die öffentliche Freiheit und die Sicherheit des gesamten Staates”

    Und vom Henker Charles-Henri Sanson mit einer Guillotine enthauptet!!!

    • Cesare Borgia sagt:

      … aber wer wird denn da gleich so brutal sein wollen?

      Gerade die letzten Wochen der deutschen Politik haben uns doch gezeigt wie “hervorragend” wir durch unsere Bundesregierung regiert werden … von der Griechenlandrettung bis zur Bundespräsidenten-Rochade.

  • Patriot sagt:

    Das Sparpaket ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wurde. Statt wirklich zu sparen, werden wieder einmal nur die Armen zur Kasse gebeten. Der Staat hätte so viele Möglichkeiten zu sparen:

    Im Subventionsbereich, Verwaltung, Entwicklungshilfe und und und …

    Die FDP braucht sich nicht zu wundern, dass sie aktuell bei 5% in den Umfragen liegt!

  • Gerald Wissler, Mainhausen sagt:

    Gerade im Bildungsbereich gibt es enorme Einpsarungs- bzw. Effizienzsteigerungspotentiale.

    Unterhalb des Kultusministeriums gibt es in Hessen noch ca. 20 Staatliche Schulämter. Diese personell gut ausgestatteten Ämter haben nichts weiter zu tun, als die Schulen in ihrem Bezirk mit Lehrern zu versorgen.

    Schulträger dagegen sind die Kreise bzw. kreisfreien Städte. Sie sind zuständig für Gebäude und Lehrmittel, wobei letztere natürlich vom Kultusministerium zugelassen werden müssen.

    Mittlerweile hat sich Nachmittagsunterricht ebenso wie Schulsozialarbeit weiter verbreitet. Zumindest für letzteres ist die Gemeinde, in der die Schule steht zuständig. Sie muß sogar die benötigten Räumlichkeiten selbst errichten oder vom Schulträger anmieten.

    Ein Schuldirektor kann einen unfähigen Lehrer wegen des antiquierten Beamtenstatus nicht feuern, er kann ihn noch nicht einmal maßregeln, Dienstherr ist das Schulamt bzw. dessen Leiter.
    Ein Schuldirektor kann einen unfähigen Hausmeister nicht feuern, er kann nur den Schulträger bitten dies zu tun. Genauso verhält es sich mit Gemeindebediensteten wie Sozialarbeitern, die in der Schule tätig sind.

    Eine Änderung dieser DESORGANISATION könnte viel bewirken.
    Aber wie bei vielen politischen Problemen stellt sich hier die Grundsatzfrage:

    Können die politischen Kräfte, die die Probleme erst geschaffen haben, sie überhaupt lösen.

  • @Gerald Wissler, Mainhausen

    “Können die politischen Kräfte, die die Probleme erst geschaffen haben, sie überhaupt lösen”

    Ich würde eher fragen, WOLLEN die politischen Kräfte, die die Probleme erst geschaffen haben, sie überhaupt lösen. Das dürfte das größte Problem von allen sein,warum etwas ändern was für die verursacher doch so gut läuft!

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